Die Solisten

Daniela Eaton-Freiburghaus, Sopran.

Die Sopranistin Daniela Eaton-Freiburghaus ist in Spiez im Berner Oberland aufgewachsen. An der Musikhochschule Luzern bei Barbara Locher erwarb sie das Lehrdiplom, mit Auszeichnung, und am Konservatorium Amsterdam bei Margreet Honig das Konzertdiplom. Während ihrer Studienzeit in Amsterdam war sie Mitglied des „Nederlands Vocaal Laboratorium“ (zeitgenössisches Musiktheater) und absolvierte nebenher die Grundausbildung an der Opernakademie. 2003 erhielt sie einen Förderpreis der Axelle und Max Koch-Kulturstiftung für herausragende Leistungen. Es folgten weiterführende Studien bei Lena Hauser, Margreet Honig und Mariette Nollen.
Daniela Eaton-Freiburghaus ist im In- und Ausland als freischaffende Künstlerin tätig. Sie verfügt über ein vielseitiges Repertoire in den Bereichen Oratorium, Lied und Kammermusik, das vom Frühbarock bis zur zeitgenössischen Musik reicht. Sie hat u.a. an den Schlosskonzerten Spiez, an Uraufführungen niederländischer Komponisten, am niederländischen Radio und Fernsehen, sowie mit dem Residentie Orkest Den Haag unter der Leitung von J. van Steen mitgewirkt.
Über die eigene künstlerische Tätigkeit hinaus unterrichtet Daniela Eaton-Freiburghaus Gesang in ihrem Gesangstudio.

Patrick Van Goethem, Countertenor (Konzert in Bern).

Der belgische Countertenor Patrick van Goethem studierte bei Paul Esswood, Julia Hamari und Andreas Scholl. Inzwischen gehört er zu den gefragtesten Konzertsängern für die Musik des 18. Jahrhunderts. In Bachs Matthäus-Passion sang er im Bach- Jahr 2000 in der Leipziger Thomas- Kirche, das Magnificat unter Gustav Leonhardt im Amsterdamer Concertgebouw. Mit dem Japaner Masaaki Suzuki nahm er im Rahmen des gewaltigen Bach-CD-Projekts Johann Sebastian Bachs Himmelfahrts- und Osteroratorium für das Label BIS auf. Darüber hinaus hat der Altus Werke von Heinichen und Zelenka beim Alte Musik Festival in Dresden gesungen, darüber hinaus zahlreiche Oratorien von Händel und Purcells «Dido and Aeneas». Patrick van Goethem trat mehrfach mit einem Herkules-Programm aus Werken von Bach und Händel auf.
Zusätzlich zu seiner Sängerkarriere arbeitet der Belgier mit seinem Ensemble «The Flanders Baroque Consort», wo er von Cembalo, Viola da Gamba und Laute begleitet wird. Als Kontrast macht Patrick van Goethem zeitgenössische Musik. Zu seinem Repertoire gehören Werke von Benjamin Britten, Arvo Pärt und Carl Orffs «Carmina Burana».

Peter Kennel, Countertenor (Konzert in Thun).

Nach über fünfzehn Jahren Auftritte als Tenorsänger, debütierte Peter Kennel erstmals 2006 mit seiner hohen Männerstimme als Countertenor am Grand Théâtre in Genf in der Uraufführung der Oper „Galilei“ von Michael Jarrell. Seither avancierte er zu einem international gefragten Countertenor sowohl für Alte Musik, wie auch für zeitgenössische Musik. Es folgten weitere Opernerfolge in Wien, Luxembourg, Lissabon, Luzern (Uraufführung der Oper „Die Bäckereiattacke“ von Misato Mochizuki) und am Stadttheater Bern (Schweizer Erstaufführung der Oper „Wut“ von Andrea Scartazzini). Ebenfalls am Stadttheater Bern singt Peter Kennel zurzeit den Athamas in der Händel Oper „Semele“ und im Schauspiel in Shakespeares „Hamlet“ verkörpert er den Geist von Hamlets Vater.
Der renommierte Dirigent Thomas Hengelbrock engagierte ihn 2007 und 2008 für Opernproduktionen an die Schwetzinger Festspiele und in den lezten Jahren für ausgedehnte Konzerttourneen in allen grossen Konzerthäusern Deutschlands und im Konzerthaus in Wien. Er sang an zahlreichen Festivals, darunter an den internationalen Händelfestspielen in Göttingen und Halle. Unter der Leitung von Jordi Savall sang er in Spanien und Österreich. Im kommenden Dezember wird er mit La Petite Bande und Sigiswald Kuijken in Spanien und Belgien Konzerte geben.

Daniel Jenz, Tenor.

Daniel Jenz wurde 1982 in Esslingen am Neckar geboren. Nach ersten Bühnenerfahrungen im Rahmen der «Jungen Oper» an der Staatsoper Stuttgart studierte er Gesang an der Hochschule für Musik in Mainz und bei Prof. Claudia Rüggeberg in Graz. Bis 2008/09 gehörte er zum «Jungen Ensemble» des Mainzer Staatstheaters, wo er in zahlreichen Produktionen zu erleben war. In der Spielzeit 2007/2008 gastierte er an der Oper Frankfurt als Ferrando in «Così fan tutte» als Oper für Kinder. 2009 war er als Basilio und Don Curzio in Mozarts «Le nozze di Figaro» an der Oper Frankfurt zu sehen. 2010 spielt er in Rameaus «Platée» in Linz, in Händels «Il Trionfo del Tempo e del Disinganno» an der Opera stabile der Hamburger Staatsoper sowie in Rossinis «L’Italiana in Algeri» bei der Selzacher Sommeroper.
Daniel Jenz sang 2007 unter René Jacobs den Pitho in Telemanns «Der geduldige Sokrates» an der Staatsoper unter den Linden in Berlin und bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Des Weiteren erarbeitete er mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter der Leitung von Sylvain Cambreling Berlioz' «L'enfance du Christ».
Er war bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, den Ludwigsburger Schloss festspielen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, am Cité de la musique in Paris und beim Festival der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu hören.
In den letzten Jahren wurde Daniel Jenz mit verschiedenen Kulturpreisen und Stipendien ausgezeichnet.

Martin Lorenz Weidmann, Bassbariton.

Martin Lorenz Weidmann studierte Gesang an den Musikhochschulen in Bern und Leipzig. Er wurde von Jakob Stämpfli, Regina Werner, Hans-Joachim Beyer, Horst Günter und Neil Semer unterrichtet. Neben seinen Auftritten als Konzertsänger – zu seinem Repertoire gehören die wichtigsten Oratorien von Bach, Händel, Haydn und Mozart – widmet er sich auch immer wieder dem Liedgesang und ist auch auf der Opernbühne zu erleben.
Er war unter anderem am Stadt - theater Bern, am Stadttheater Biel- Solothurn, an der Opéra de Fribourg, an den Landesbühnen Sachsen (Dresden-Radebeul), an der Oper Leipzig, am Opernfestival Merzig (Saarland) und an den Operettenbühnen in Sirnach und Beinwil engagiert.
Sein Repertoire umfasst Werke, wie Osmin in «Zaïde» und Figaro in «Le nozze di Figaro» (Wolfgang Amadeus Mozart), Herr Reich in «Die lustigen Weiber von Windsor» (Otto Nicolai), Deputierter in «Don Carlo» und Wurm in «Luisa Miller» (Giuseppe Verdi), Crespel in «Les Contes d’Hoffmann» und Jupiter in «Orpheus in der Unterwelt » (Jacques Offenbach), Theseus in «A Midsummer Night’s Dream» (Benjamin Britten) und Frank in «Die Fledermaus» (Johann Strauss).
Martin Weidmann ist Dozent für Sologesang an der Pädagogischen Hochschule Bern.

Michael Kreis, Bassbariton.

Michael Kreis ist im aargauischen Möriken-Wildegg und in Bern aufgewachsen. Parallel zu seiner Primarlehrerausbildung, die er im Sommer 2000 abschloss, studierte er bei Prof. Jakob Stämpfli an der Musikhochschule Bern (Lehrdiplom 2001). Anschliessend erwarb er das Konzertdiplom bei Prof. Hans-Joachim Beyer an der Musikhochschule Leipzig. Daneben nahm er Unterricht bei Prof. Horst Günter, Rudolf Rosen und Prof. Beata Heuer in Freiburg im Breis gau. Seine Sängerkarriere führte den Solisten an namhafte Veranstaltungen im In- und Aus land, wie Wratislavia Cantans Polen, Styriarte Graz, Mendelssohn-Festtage Leipzig, Barocknächte Frankfurt, Kathedrale Malaga sowie das KKL Luzern. In den vergangenen Jahren arbeitete er mit den Dirigenten Simon Schouten, Timothy Brown, Marcus Creed, Ton Koopman, Howard Griffith, André Ducret, Hansruedi Kämpfen und Johannes Meister.
Musikalisch ist das Lied ein Schwerpunkt für Michael Kreis. Zum Beispiel Schuberts «Winterreise» mit Tobias Schabenberger am Hammerflügel. Weiter ist er beim holländischen «Ensemble Lyrique» ein festes Mitglied mit solistischer Verpflichtung. In den Jahren 2000 und 2001 gewann er den Migros Studienwettbewerb.
Micheal Kreis unterrichtet Sologesang an einem Berner Gymnasium.


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Last modified 14.11.2011