| Zum Leben von Franz Schubert |
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Franz Peter Schubert wurde als letztes von zwölf Kindern am 31. Januar 1797 in Lichtenthal
bei Wien geboren. Sein Vater und dessen Bruder lehrten ihn Klavier und Geige. Mit neun
Jahren wurde er als Singknabe in das kaiserliche Konvikt aufgenommen. Dort war er nicht
nur Solosänger, sondern auch erster Violinist im Konviktorchester und erhielt
Kompositionsunterricht von Antonio Salieri. Ausserdem sang er beim Lichtenthaler
Kirchenchor und spielte zu Hause bei Quartettabenden mit die sein Vater organisierte.
Im Oktober 1813 verliess er bedingt durch den Stimmbruch das Konvikt. Fortan besuchte er
das Lehrerseminar und begann zu komponieren. Mit 17 Jahren unterrichtete er als
Hilfslehrer in der Pfarrschule, an der sein Vater unterrichtete. Noch im gleichen Jahr dirigierte
er seine Messe in F-Dur in der Lichtenthaler Kirche. Nach dem Tod der Mutter heiratete sein
Vater Anna Kleyenböck, die Franz finanziell unterstützte.
1815 bewarb er sich als Lehrer in Laibach, wurde jedoch abgelehnt. Zwei Jahre später verlor
er im Streit mit seinem Vater die Stellung als Hilfslehrer.
Von da an lebte Schubert als freier Künstler in Wien. Wie viele andere Künstler auch, konnte
Schubert nicht gut mit Geld umgehen. Er lebte meist bei Freunden und in schwierigen
wirtschaftlichen Verhältnissen.
Der kaiserliche Hof bot ihm die Stelle eines Hoforganisten an, die Schubert jedoch nicht
annahm. 1826 bewarb er sich als Vizekapellmeister der kaiserlichen Hofkapelle und als
Kapellmeister am Kärntnertortheater, doch seine Gesuche wurden abgelehnt.
Am 19. November 1828 starb Schubert an Typhus.
Schubert gilt als eigentlicher Schöpfer des romantischen Klavierliedes und hat bereits als 17-
Jähriger Meisterwerke wie "Gretchen am Spinnrade" geschrieben. Über 600 Lieder sind uns
heute überliefert, welche oft in den von seinem Freundeskreis veranstalteten Schubertiaden
erstmals erklangen.
Seine Versuche als Opernkomponist schlugen fehl, nur einige Ouvertüren haben überlebt. In
anderen Musikgattungen aber, wie der Sinfonik oder der Kammermusik, hat er Meisterwerke
hinterlassen. Kompositionen wie die "Unvollendete" oder das "Forellenquintett" gehören
heute zu den bekanntesten Werken der Musikliteratur. |
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