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Ouvertüre in D-Dur (D 556)
Der Begriff Ouvertüre bedeutet ursprünglich Einleitungsmusik und ist keineswegs ausschliesslich mit der Oper verbunden. So kommen die gefälligen Werke, die das Publikum auf das bevorstehende Hauptstück vorbereiten, auch bei Theatervorstellungen und Konzerten zum klingen. Was Schubert zur Komposition der Ouvertüre in D (D 556) im Mai 1817 bewogen hat, wissen wir nicht.
Das Stück beginnt nach einigen majestätischen Eröffnungstakten mit einer typisch langsamen Einleitung. Diese wird am Schluss in der Coda nochmals aufgenommen und bildet so den Rahmen um den eigentlichen Hauptteil. Dieser besteht aus einem Allegro vivace welches in der Sonatensatzform steht. Das liebliche Hauptthema der Exposition wird von der Solo-Klarinette eingeführt. Tutti-Akkorde beantworten die für Schubert typische Melodie, bevor Flöte und Oboe das Seitenthema erklingen lassen.
Die Exposition fällt mit 28 Takten unspektakulär kurz aus. Auch harmonisch ist in diesem Teil immer noch der junge Schubert zu hören. Die Reprise schliesslich hält sich streng an die kompositorische Vorlage der Exposition.
Das Magnificat in C-Dur (D 486)
In diesem 1815 komponierten Stück ist noch nichts von der kühnen und leidenschaftlichen
Tonsprache der Messe in As-Dur zu spüren; noch sind Mozart und Haydn die starken
Vorbilder. Schon die ersten vier Takte deuten auf eine festliche Komposition hin: Eine
sinfonisch-orchestrale Einleitung im Unisono mit punktierten Rhythmen erinnert an eine
Französische Ouvertüre. Insgesamt ist das Werk dreiteilig gegliedert, wobei der Mittelteil den
Solisten vorbehalten ist. Den Abschluss des Stücks bildet das Gloria Patri, welches
traditionellerweise an jeden Psalm oder an jedes Canticum angegliedert wird. |
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