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In nur drei Wochen schuf Georg Friedrich Händel das Oratorium "Der Messias", uraufgeführt wurde es am 13. April 1742 in Dublin unter der Leitung des Komponisten. Den Text hat Händels Freund, Charles Jennens, zusammengestellt; er besteht ausschliesslich aus Bibelworten aus dem Alten und Neuen Testament.

Das in drei Teile gegliederte Werk stellt den Weg Christi dar:
Der erste Teil enthält die Verheissung des Messias und die Geburt Christi. Feierliche Chorklänge und bewegende Arien bereiten auf das Kommen des Messias vor, zarte Krippenmusik der Hirten erklingt, das Gloria der Engel ertönt und in tief beseligten Klängen wird vom Segen der Heilsbotschaft berichtet.
Der zweite Teil ist der Leidensgeschichte Christi gewidmet. Händel bleibt jedoch nicht beim Tod am Kreuz stehen; auf die Trauer der Passion folgt der Triumph der Auferstehung. "Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen" soll er tränenüberströmt ausgerufen haben, als er den zweiten Teil des Oratoriums mit dem "Halleluja" beendet hatte.
Im dritten Teil schliesslich wird ein tief empfundenes Glaubensbekenntnis zum Ausdruck gebracht. Nach einem feierlichen "Würdig ist das Lamm, das da starb" wird der Auferstandene mit nicht enden wollendem Lobpreis besungen. Mit der Amenfuge findet schliesslich das eindrücklichste Oratorium Georg Friedrich Händels einen würdigen Abschluss.

Der Laudate-Chor möchte mit diesen Konzerten auf die bevorstehende Adventszeit einstimmen. Wir laden Sie herzlich ein, sich – 260 Jahre nach der Entstehung – auf dieses wunderbare, an musikalischer Erfindung reichste Werk Georg Friedrich Händels einzulassen. Vorzügliche Solistinnen und Solisten, die Camerata Bern und der Laudate-Chor Thun freuen sich auf Ihren Besuch.


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Last modified 17.02.2005