| Gottfried August Homilius (1714-1785),
Motette für vierstimmigen Chor
Ich will den Herrn loben alle Zeit, sein Lob soll
immerdar in meinem Munde sein.
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass die
Elenden hören und sich freuen.
Preiset mit mir den Herrn und lasset uns miteinander
seinen Namen erhöhen.
Psalm 34,2
Felix Mendelssohn (1809-1847), Opus 79.3, Spruch für
achtstimmigen Chor
Erhaben, o Herr, über alles Lob, über
alle Herrlichkeit, herrschest du von Ewigkeit zu Ewigkeit. Halleluja!
Felix Mendelssohn (1809-1847), Opus 79.1, Spruch für
achtstimmigen Chor
Herr, Gott, du bist unsre Zuflucht für und
für. Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt erschaffen
worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Halleluja!
Willy Fotsch, Lied für vierstimmigen Chor und Oboe
Text: Leipzig 1597, Melodie: Nürnberg 1581
Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden
du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit, in Lieb
und Leid in meinem Herzen halten. Dein Lieb und Treu vor allem geht; kein
Ding auf Erd so fest besteht; das muss man frei bekennen. Drum soll nicht
Tod, nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb ich trennen. Dein Wort
ist wahr und trüget nicht und hält gewiss, was es verspricht,
im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein und ich bin dein; dir hab ich
mich ergeben. Der Tag nimmt ab, ach schönste Zier, Herr Jesu Christ,
bleib du bei mir; es will nun Abend werden. Lass doch dein Licht auslöschen
nicht bei uns allhier auf Erden.
vvvvv
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Aus Fantasia Nr. 7: Alla Francese (Largo – Allegro
– Largo – Presto); Oboe solo
vvvvv
Johannes Brahms (1833-1897), Opus 29, Nr.2, Motette für
sechsstimmigen Chor
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir
einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und
nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner
Hilfe, und der freudige Geist erhalte mich.
Psalm 51,12-14
Josef Rheinberger (1839-1901), Opus 40, Nr. 1, Motette
für vierstimmigen Chor
Ich liebe, weil erhöret der Herr die Stimme
meines Flehens, weil er geneigt sein Ohr zu mir. Dafür will ich mein
Leben lang ihn anrufen. Umringt hatten mich Todesschmerzen, des Todesreichs
Gefahren mich betroffen, Bedrängnis fand ich und Schmerz. Den Namen
des Herrn rief ich dann an: O Herr, erlöse meine Seele! Barmherzig
ist der Herr und gerecht, und unser Gott erbarmet sich, er schützt
die Kleinen all’. Ich war erniedriget, da half er mir. Kehre wieder, meine
Seele, zu deiner Ruhe, denn Gutes hat dir der Herr getan im Lande der Lebendigen.
Psalm 116
Paul Fehrmann *1923, Motette für vierstimmigen Chor
Herr, vor dir ist all mein Sehnen und mein Seufzen
ist dir nicht verborgen. Auf dich, Herr, harre ich, du wirst mich erhören!
Psalm 38, 10.16
Heinrich Kaminski (1886-1947)
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir! Herr höre
meine Stimme, lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. So
du willst Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen? Denn bei dir,
Herr, ist die Vergebung; dass man dich, Herr, fürchte. Ich harre auf
den Herrn und hoffe auf sein Wort, meine Seele harret von einer Morgenwache
bis zur andern. Israel, hoffe auf den Herrn, denn bei ihm ist die Gnade
und viel Erlösung bei ihm. Und er wird Israel erlösen von allen
Sünden.
Psalm 130
vvvvv
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Aus Partita BWV 1013: Corente – Sarabande; Oboe
d’amore solo
vvvvv
Josef Rheinberger (1839-1901), Opus 40, Nr. 2, Motette
für vierstimmigen Chor
Warum toben die Heiden und sinnen auf Eitles die
Fürsten? Es stehen auf die Könige der Erde und kommen zusammen
wider den Herrn und seinen Gesalbten. Lasst uns zerreissen ihre Bande und
von uns werfen ihr Joch! Der im Himmel wohnt lachet ihrer, ihrer spottet
der Herr; dient dem Herrn in Furcht, preist ihn mit Zittern; selig alle,
die auf ihn vertrau’n.
Psalm 2,1-4, 11.12b
Willy Fotsch *1923, Motette für vierstimmigen Chor
Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird,
dann werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll
Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Da wird man sagen unter
den Heiden: Der Herr hat Grosses an ihnen getan! Des sind wir fröhlich!
Herr, bringe wieder unsere Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst
vom Mittagsland! Die mit Tränen säen werden mit Freuden ernten!
Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben.
Psalm 126
Edwin Nievergelt *1917, Motette für vierstimmigen
Chor
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Auf grünen Auen lässt er mich lagern, zur Ruhstatt am Wasser
führt er mich. Er leitet mich auf rechtem Pfade um seines Namens Willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, ich fürchte kein Unglück,
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab, der tröstet mich. Du
deckst mir den Tisch im Angesicht meiner Feinde; du salbest mein Haupt
mit Öl und schenkst mir den Becher voll ein. Lauter Glück und
Gnade werden mir folgen alle meine Tage und ich werde in des Herrn Hause
weilen mein Leben lang. Halleluja. Amen.
Psalm 23
vvvvv
Johannes Brahms (1833-1897), Opus 74, Nr.1, Motette für
sechsstimmigen Chor
Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen
und das Leben den betrübten Herzen.
Hiob 3,20-23
Die des Todes warten und kommt nicht, und grüben
ihn wohl aus dem Verborgenen; die sich fast freuen und sind fröhlich,
dass sie das Grabe bekommen. Warum? Und dem Manne, dess Weg verborgen ist,
und Gott vor ihm denselben bedecket. Warum?
Klagelieder 3,41
Lasset uns unser Herz samt den Händen aufheben zu
Gott im Himmel. Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld
Hiob habt ihr gehöret, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn
der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.
Jakobus 5.11
Mit Fried und Freud fahr ich dahin, in Gottes Willen,
getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille. Wie Gott mir verheissen
hat, der Tod ist mir Schlaf worden.
Choral (Martin Luther)
Johann Sebastian Bach (1685-1750), BWV Anh.159, Motette
für zwei vierstimmige Chöre
Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn, mein
Jesu, ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!
1. Mose 32,27
Ich dank dir, Christe, Gottes Sohn, dass du mich solchs
erkennen lan durch dein göttliches Wort; verleih’ mir auch Beständigkeit
zu meiner Seelen Seligkeit. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt für
alle dein’ erzeigt Wohltat, und bitt demütiglich, lass mich
nicht von dein’m Angesicht verstossen werden ewiglich.
Choral
Text: Paul Gerhardt (1607-1676); Melodie: H.L. Hassler
(1601); Satz: Johann Sebastian Bach (1686-1750), Choral für vierstimmigen
Chor und Oboenimprovisation
Befiehl du deine Wegeund was das Herze kränkt,
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und
Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuss
gehen kann. Hoff, o du arme Seele, hoff, und sei unverzagt. Gott wird dich
aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit grossen Gnaden rücken.
Erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten
Freud. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen Gute Nacht. Lass fahren,
was das Herze betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente,
der alles führen soll; Gott sitzt im Regimente und führet alles
wohl.
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