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LAUDATE-CHOR IN DER STADTKIRCHE THUN
Besinnliche Klänge zum 1. Advent
Der Laudate-Chor zog das Publikum in der Thuner Stadtkirche mit einer berührenden Weihnachtsgeschichte in seinen Bann.
«Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage.» Mit diesen Worten beginnt Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium. Und eines sei gleich vorweggenommen: Zum Jauchzen und Frohlocken gab es am Sonntagabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Stadtkirche in Thun allen Grund. Unter der Leitung von Jürg Jakob zeigten der Laudate-Chor und das Capriccio Basel eine beeindruckende Leistung. Sie wurde gekrönt durch die ausdrucksstarken Solistinnen und Solisten.
Berührend und stark
Von den ersten Paukenschlägen an wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer in die barocke Klangwelt einer berührenden Weihnachtsgeschichte entführt, wie sie die Evangelisten Lukas und Matthäus im Neuen Testament überliefert haben.
Besonders starke Choräle waren im Wechsel mit meditativen Rezitativen und anspruchsvollen Arien zu hören. Dabei überzeugte nicht nur die musikalische Perfektion des Capriccio Basel, dessen Konzertmeister Dominik Kiefer zusammen mit anderen Ensemblemitgliedern zentrale Soloparts bestritt. Nein, auch der ausdrucksstarke Gesang des Laudate-Chors liess einen vor Schönheit erschauern. Mit den vier Schweizer Künstlern Maria C. Schmid (Sopran), Liliane Zürcher (Mezzosopran), Tino Brütsch (Tenor) und Rene Koch (Bassbariton) wurde der heilsversprechenden Geburt Jesu Christi zusätzlicher Glanz verliehen. Die schwierigsten Arien, Terzette und Quartette wurden mit Bravour gemeistert.
Jakobs letzter Auftritt
Es war ein bewegendes Konzert, besonders auch für den Dirigenten. Für den gebürtigen Thuner Jürg Jakob, der den Laudate-Chor 1993 ins Leben gerufen hat, war dieser besinnliche Einstieg in die Adventszeit gleichzeitig auch ein Abschiedskonzert. Er tritt auf Ende Jahr als Dirigent zurück, die Nachfolge ist noch nicht definitiv geregelt. Mit tosendem Beifall und einer Standing Ovations bedankte sich das Publikum bei ihm und natürlich auch bei seinen Musikerinnen und Musikern.
Karina Eggermann